Yamas                                                                     Niyamas


Die Begriffe kommen aus den Yoga-Lehren von Patanjali. Patanjali war ein indischer Gelehrter, der vor etwa 2000 Jahren die Grundlagen des klassischen Yoga in den YOGA SUTRAS zusammengefasst hat. Darin beschreibt er einen klaren Weg, wie Menschen ihren Geist beruhigen und ein ausgeglicheres, bewussteres Leben führen können. Ebenso weist er einen Weg auf, aus den Schwierigkeiten des menschlichen Leids zu finden. 
Ein Teil dieses Weges sind die Yamas und Niyamas - als einfache Leitlinie für den Umgang mit anderen und sich selbst. 
Yamas = „Sei ein guter Mensch zu anderen“
Niyamas = „Sei gut zu dir selbst“
Yamas = wie du dich nach außen verhältst 
Niyamas = wie du innen bist 
Warum das Ganze?
Diese Regeln sind kein Zwang, sondern eher:
- eine Art Lebenskompass
- damit du ruhiger, klarer und zufriedener wirst
Yamas - „So gehst du mit der Welt um“
1. Ahimsa (Nicht verletzen)
Sei freundlich, verletze niemanden – weder mit Worten noch Taten → z. B. nicht beleidigen, nicht absichtlich schaden
2. Satya (Wahrhaftigkeit)
Sei ehrlich → aber: ehrlich UND freundlich
3. Asteya (Nicht stehlen)
Nimm nichts, was dir nicht gehört → (das gilt auch für Zeit, Ideen oder Aufmerksamkeit)
4. Brahmacharya (Maß halten)
Nicht übertreiben – egal ob Essen, Arbeit, Konsum → Balance statt „zu viel von allem“
5. Aparigraha (Nicht klammern)
Nicht alles besitzen oder festhalten wollen → Loslassen lernen
Niyamas – „So gehst du mit dir selbst um“
1. Sauca (Reinheit)
Ordnung & Klarheit – im Körper und im Kopf → z.  B. aufräumen, klare Gedanken
2. Santosha (Zufriedenheit) 
Zufrieden sein mit dem, was ist → nicht ständig „mehr, besser, anders“
3. Tapas (Disziplin)
Dranbleiben, auch wenn es schwer ist → z. B. Sport, Ziele verfolgen
4. Svadhyaya (Selbstreflexion)
Dich selbst besser verstehen → Warum denke/fühle ich so?
5. Ishvara Pranidhana (Vertrauen / Hingabe)
Vertrauen ins Leben haben → Nicht alles kontrollieren wollen